10 Tipps zur Motivationssteigerung

Die Nacht war leider etwas kurz. Naja egal, dann trinke ich erstmal einen Kaffee. Das Wetter ist jetzt nicht gerade ein Highlight: 0 Grad Außentemperatur, bewölkt und eine feuchte Kälte. Dennoch fühlt sich die Kälte gut an. Ok, dann mal die Schuhe und Klamotten an und los geht’s! Aber warum möchte ich mich eigentlich bewegen?

Was bewegt mich? Diese Frage hast Du Dir sicherlich auch schon einmal gestellt.

Motivation kommt von Motiv. Was sind Motive und woher kommen sie. Vielleicht hast Du schon einmal von der Maslowschen Bedürfnispyramide gehört. Von unten nach oben stehen hier: physiologische Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, soziale Bedürfnisse, Individualbedürfnisse, Selbstverwirklichung. Sind alle diese Bedürfnisse befriedigt, geht es uns gut.

 

Das grundlegendste Bedürfnis ist somit die Nahrungs- und Wasseraufnahme. Ohne Wasser und Nährstoffe können unsere physiologischen Prozesse nicht richtig ablaufen und wir können nur eine gewisse Zeit überleben. Daher beginnt morgens nach dem Aufstehen unsere Suche nach Nahrung, wir müssen uns bewegen. Gut, dass der Kühlschrank gefüllt ist! Etwas Ironie ist hier leider doch im Spiel. Warum sollten wir uns bewegen, wenn die Nahrung doch direkt vorhanden ist? Dann benötigen wir unser Nahrungssuchsystem ja nicht mehr, oder? Gut, würde der Ökonom jetzt sagen, wieder Zeit gespart. Wirklich? Eine Suche wird mit dem Finden des Gesuchten gestillt. Wer allerdings nicht mehr sucht, braucht auch nicht zu finden und sich nicht zu bewegen. Dieses evolutionäre Programm zur Nahrungsaufnahme kennt unser Körper nicht. Er will sich bewegen und das sollten wir beibehalten! Fazit: Fang wieder an zu jagen und beweg dich, bevor du etwas isst.

Die Bedürfnisse nach Sicherheit und sozialer Eingebundenheit spielen natürlich auch bei der Bewegung eine Rolle. Gemeinsam laufen/joggen/walken bedeutet auch, sich austauschen zu können, sich zu unterstützen und sich dabei gegenseitig Sicherheit zu geben. Gejagt wurde schließlich auch in der Gruppe!

 

Individualbedürfnisse. Was sind deine Bedürfnisse? Wer bist du und was bewegt dich? Was magst du und was magst du nicht? Was motiviert dich?

Wenn Du Dir diese Fragen beantworten kannst, kannst Du Dich selbst verwirklichen. Dennoch stehen unsere individuellen Bedürfnisse im Konflikt mit den sozialen Bedürfnissen. Verstehen die Menschen meine Bedürfnisse? Oder haben Sie die gleichen? Aber ist das wirklich wichtig?

Um DEINE Motivation zu behalten, ist es hilfreich, Dich mit Menschen zu umgeben, die ähnliche oder gleiche Motive haben. Denn somit empfindest Du auch die soziale Zugehörigkeit und Sicherheit.

 

Mein Ziel heute war es laufen zu gehen. Ziel erreicht!

 

Aber sollten wir uns Ziele setzen? Ziele haben leider eine traurige Eigenschaft, es ist möglich sie nicht zu erreichen. Die Folge: die Motivation sinkt. Warum müssen wir uns eigentlich Ziele setzen? Um eine Orientierung zu haben? Um auf etwas hinarbeiten zu können? Da stelle ich mir doch die Frage, was kommt nach dem erreichten Ziel? Kann das Ziel nicht sein, dass wir jeden morgen aufstehen und uns neue Ziele für diesen Tag nehmen. Aber wie kann das gehen?

 

Mein Beispiel habe ich Dir eben geschildert, Du stehst morgens auf und gehst direkt laufen/joggen/walken. Es ist kalt. Dennoch gehst Du raus und bekommst den kalten Wind um die Nase. Nach einiger Zeit kommst du nach Hause, gehst in das warme Wohnzimmer und denkst Dir: „Hey, das war einfach super. Es war kalt, ich habe mich bewegt, die Natur betrachtet und den ersten Menschen, die ebenfalls unterwegs waren, einen schönen Tag gewünscht.“

Fazit: Ein schöner Start in den Tag. Ziel erreicht!

 

Ein weiteres Beispiel, Du stehst auf und bist etwas träge und müde. Du hast das Gefühl, kaum aus dem Bett zu kommen. Dennoch stehst Du auf und machst Dir einen Kaffee. Du schaust aus dem Fenster und siehst, dass es leider grau und bewölkt ist. Der Kaffee zeigt seine Wirkung und Du beschließt, Dir ein schönes Frühstück zu machen. „Das war lecker, irgendwie fühle ich mich jetzt besser.“ Fazit: Ziel erreicht! Also sollte das Ziel doch sein, sich gut zu fühlen. Wie das bei DIR aussieht, entscheidest DU. Nicht ein „Du musst jetzt irgendwas tun“, welches Dir ständig von außen entgegenkommt. DICH gut zu fühlen, sollte DEINE Motivation sein!

10 Tipps, wie Du Dich gut fühlst und motiviert bleibst!

  1. Starte achtsam in den Tag und sei für die kleinen Dinge dankbar!
  2. Gute Laune bringt Lebensenergie! Höre nach dem Aufstehen Dein Lieblingslied!
  3. Setze Dir keine Ziele, die nicht Deine eigenen sind!
  4. Du brauchst keinen Sixpack, um Dich zugehörig zu fühlen. Trainiere, weil Du Dich gut fühlst!
  5. Orientiere Dich an deinen Wünschen und rechtfertige Dein Verhalten nur vor Dir selbst!
  6. Umgib Dich mit Menschen, die ähnlich denken wie Du!
  7. Höre auf Deinen Körper! Trinke, wenn du Durst hast, esse wenn Du hungrig bist, beweg Dich, wenn Du die Lust dazu empfindest und ruhe Dich aus, wenn Dein Körper eine Pause braucht.
  8. Halte nicht an einem Bild fest! Stell dir vor, jeder Tag ist ein weißes Blatt und Du hast die Möglichkeit, täglich ein neues Bild entstehen zu lassen, jeden Tag also individuell zu gestalten.
  9. Sei Du selbst und versuch nicht, jemand anderer zu werden.
  10. Suche Dir einen positiven Satz, den du gerne sagst. Ich sage mir täglich: „Nur wer selber brennt, kann andere anfeuern!“ und „Erfolg hat 3 Buchstaben: t u n“.

Brenne für das, was Dich bewegt!

 

Nils


Geschrieben von Nils

Nils ist Therapeut für klinische Psycho-Neuro-Immunologie, Diplom Sportwissenschaftler und langjähriger ganzheitlicher Coach. Er lebt seit 3 Jahren den Paleolifestyle und möchte den Menschen helfen langfristig Gesund zu bleiben.

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Kommentare: 2
  • #1

    Nina (Montag, 11 Januar 2016 09:40)

    Toller Beitrag und wirklich super Tipps :)
    Besonders gut gefällt mir: „Nur wer selber brennt, kann andere anfeuern" - und - "Orientiere dich an deinen Wünschen und rechtfertige dein Verhalten nur vor dir selbst".
    Liebe Grüße Nina
    www.bodyholic.at

  • #2

    Volker (Dienstag, 12 Januar 2016 08:20)

    Thema Motivation; habe mir schon lang Gedanken darüber gemacht. Und letztendlich bin ich hier fündig geworden: http://rosstraining.com/blog/2015/12/29/motivation-is-overrated/
    und: http://rosstraining.com/blog/2016/01/05/adding-discipline-to-passion/

    Vielleicht eine gute Ergänzung.

    Grüße.
    Volker.